Verband Arbeitssicherheit






Gesundheitliche Risiken

Durch gesundheitsschädliche Beimengungen in der Atemluft oder durch Sauerstoffmangel in der Umgebungsatmosphäre können Schädigungen des menschlichen Organismus hervorgerufen werden.

Sauerstoffmangel in der Atemluft führt zu einem Sauerstoffmangel in den Zellen des menschlichen Körpers und blockiert wichtige Lebensfunktionen. Er wird durch die menschlichen Sinne nicht wahrgenommen.

Schadstoffe können, - je nach spezifischer (physikalischer, chemischer oder kombinierter) Wirkungsweise des Stoffes -  zu Lungenerkrankungen, akuten oder chronischen Vergiftungen, Strahlenschäden, durch Bakterien oder Viren übertragbaren Krankheiten sowie zu sonstigen Schäden (z.B. Allergien / Sensibilisierung) oder Krebserkrankungen führen.

Der Umfang der Schädigung ist im Allgemeinen abhängig von der Konzentration und der Einwirkdauer des gesundheitsschädlichen Stoffes, der Wirkungsweise im Körper, der Schwere der auszuführenden Arbeit (und dem damit verbundenem Atemluftbedarf) sowie der persönlichen Disposition.

Schadstoffe in der Atemluft gliedern sich in:

Partikelförmige Schadstoffe

Dazu zählt man: Staub, Rauch, Nebel. Diese können Nase, Hals und die oberen Atemwege reizen. Abhängig von der Größe können Partikel bis tief in die Lunge eindringen, dort das Gewebe schädigen und schwerwiegende Gesundheitsschäden verursachen. Beispiel: Fibrosen - früher „Staublunge“ oder Silikose genannt.

Partikelförmige Schadstoffe verursachen meist chronische Schäden.

Schadstoffe in Form von Gasen und Dämpfen

Da Gase und Dämpfe über die Lunge unmittelbar in die Blutbahn gelangen, können sie schwerste Organschädigungen, die bis zum Tod führen können, verursachen. Gase und Dämpfe können bereits in kleinsten Mengen sowohl unmittelbare als auch chronische Schäden hervorrufen und müssen nicht unbedingt über die Sinnesorgane (Augen, Mund, Nase) wahrnehmbar sein.