Fußschutz-ABC
| A | Antistatiknach EN ISO 20344 darf die Ausführung von Sicherheits-, Schutz- und Berufsschuhen als antistatisch bezeichnet werden, wenn der elektrische Durchgangswiderstand des Unterbaus (siehe dort) zwischen 100 kOhm und 1000 MOhm, d.h. 10 hoch 5 und 10 hoch 9 Ohm liegt. |
| B | Brandsohlesozusagen das Fundament des Schuhes; an die Brandsohle wird der Schaft des Schuhs montiert (siehe auch unter "Strobeltechnik" und "Zwicken") und daran der Schuhboden in der jeweiligen Machart angebracht. |
| D | Decksohleüber der Brandsohle liegende Innensohle im Fersen- und Gelenkbereich; je nach Qualität und Preislage werden hier unterschiedliche Materialien verwendet und anatomisch geformte Gelenkstützen (Fußbetteinlagen) integriert. |
Durchtrittsichere ZwischensohleEinlage aus Stahl oder Kunststoff zwischen Brandsohle und Laufsohle, die das Durchdringen von spitzen Gegenständen verhindert (Testverfahren lt. Norm) |
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| E | Energieaufnahmedie Stoßdämpfung zur Schonung des gesamten Bewegungsapparates und zur Vermeidung von Fersenbeinverletzungen u.dgl. wird im Fersenbereich gemessen. Das sogenannte Energieaufnahmevermögen muss dabei laut Norm mindestens 20 Joule betragen. |
Englisch-amerikanisches Maßsteigert sich in halben Größen, das entspricht ca.4,3 mm |
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| F | Fersenkappeauch als Hinterkappe bezeichnete Stabilisierung im Fersenbereich |
Französisches MaßPariser Stich, ist das gängigste Maßsystem in Europa. Die Größen sind hier in ganzen Nummern angegeben, das entspricht ca. 6,7 mm |
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| L | Leistenist die Fußmodell-Vorlage für die Schuhproduktion |
Leistenformsie bestimmt entscheidend die Funktionsfähigkeit und Passform eines Schuhs. |
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| M | Maßsystemesiehe „Französisches Maß“, „Mondopoint System“ und „Englisch- amerikanisches Maß“. |
Mondopointist ein metrisches Maßsystem, dabei wird sowohl die Fußlänge als auch die Weite in mm angegeben, der Größenschritt in der Länge entspricht 5 mm |
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| O | Obermateriales gibt zahlreiche Anforderungen wie Reißkraft, pH-Wert, Wasserdampfdurchlässigkeit, etc. die nicht nur Qualität und Standzeit eines Arbeitsschutzschuhes beeinflussen, sondern auch seine Preisklasse. |
| P | PolsterkragenTeil des Schaftes mit unterschiedlichen Materialanforderungen oberhalb und unterhalb einer in der Norm neu definierten Höhenlinie |
| R | Resthöheverbleibende Zehenfreiheit unter der Zehenkappe im Augenblick der Stoßeinwirkung (siehe EN ISO 20344 Fallprüfung und Mindestrestwerte-Tabellen). |
| S | StrobeltechnikSchaft und Brandsohle werden hier direkt miteinander verbunden, das heißt an den Kanten mit einer Spezialmaschine zusammengenäht. |
| Ü | Überkappezusätzlicher „Anstoßschutz“ auf dem Schaft im Bereich der Zehenkappe |
| U | Unterbaudazu zählt man bei Fußschutz Laufsohle, Absatz, Gelenkeinlage (falls vorhanden), Brandsohle und Einlage. |
| Z | Zehenkappeaus Stahl, Aluminium oder Kunststoff, die die geforderten `Resthöhen´ beim und Stoß- Drucktest garantieren. |
Zwickenmeist „Klebezwicken“ nennt man das Spannen des Schaftes auf den Leisten bei der Schaftfertigung nach der AGO- bzw. McKay-Technik. Im Gegensatz zur Strobeltechnik (siehe dort) wird dabei das Oberleder über die Brandsohlenkante gezogen und an der Brandsohlenunterseite befestigt. |
