Auswahltipps und Qualitätskriterien
Kapsel-Gehörschützer
Kapselgehörschützer können grundsätzlich in allen Lärmsituationen eingesetzt werden, wobei die Eignung vom jeweiligen Lärmprofil (Lärmpegel und Frequenzbereich) abhängt und überprüft werden muss.
Komfort ist neben den Dämmwerten das wichtigste Kriterium, wenn die Tragequote verbessert werden soll.
Wann setzt man Kapselgehörschützer im allgemeinen ein?
- bei häufigem Auf- und Absetzen des Gehörschutzes
- bei Kurzzeitlärm
- wenn Gehörschutz-Stöpsel aus medizinischen oder aus organischen Gründen nicht getragen werden können
- bei extrem hohen Schallpegeln zusammen mit Gehörschutz-Stöpseln
Gehörschutzstöpsel
Stöpsel aus Dehnschaum können in allen herkömmlichen und „neuen“ Lärmbereichen wie EDV-Räumen oder auch Büros erfolgreich eingesetzt werden. Der Beurteilungspegel des auszurüstenden Arbeitsplatzes (oder bei wechselnden Lärmbereichen aller infrage kommenden Beurteilungspegel) muss innerhalb des empfohlenen Pegelbereichs für diesen Gehörschützer liegen.
Gehörschutz-Stöpsel müssen hygienisch verpackt, hautneutral und schmutzabweisend sein.
Wann setzt man Gehörschutz-Stöpsel im allgemeinen ein?
- bei Dauerlärm
- bei starkem Schwitzen
- beim Tragen von Brillen
- beim Tragen anderer Schutzausrüstungen wie Kopfschutz, Atemschutz, Gesichtsschutz etc.
- zusammen mit Kapsel-Gehörschützern bei extremen, kurzzeitigen Lärmsituationen
- zur Konzentrationsverbesserung bei niedrigen Lärmpegeln von 70 bis 75 dB(A).Beim Einsetzen eines Stöpsels ist besonders zu beachten:
Um einen Gehörschutz-Stöpsel richtig einzuführen, ist es erforderlich den natürlichen Knick im Gehörgang gerade zu stellen. Dies geschieht mit dem Hochziehen der Ohrmuschel durch die über den Kopf greifende Hand. Gleichzeitig wird der Stöpsel mit einem kleinen Dreh in den Gehörgang geschoben.
Wann setzt man Otoplastiken ein?
- Bei klar definierten Frequenzbereichen
- Aus medizinischen Gründen, z. B. bei einem bereits vorhandenen Gehörschaden
