Verband Arbeitssicherheit






Schutzwirkung und Produktarten

Lösemittelekzem

Richtig angewandter Hautschutz verhindert

  • kumulativ-toxische Ekzeme
  • exogene Ekzeme
  • allergische Ekzeme
  • Hautversprödung
  • Pigmentierung
  • Blasenbildung
  • Karzinome durch UV-Licht
  • Hautquellung

Hautschutzpräparate wirken, indem sie

  • das Eindringen von Arbeitsstoffen in die Haut erschweren
  • die Haut festigen
  • UV-Strahlung absorbieren oder reflektieren
  • die Hautreinigung erleichtern
  • die Hautbarriere stärken

Häufig wird nur auf den Schutz der Hände geachtet. Aber auch der Schutz anderer Körperpartien wie z. B. Gesicht, Hals, Rücken, etc. dürfen nicht übersehen werden.

Hautschutzsalben und Hautschutzlotionen

Hautschutz wird vor der Belastung bei Arbeitsbeginn auf die Haut aufgetragen. Ein Schutz ist nur dann gegeben, wenn die Anwendung regelmäßig vor jedem Kontakt mit dem Schadstoff stattfindet.

Hauptanwendungsgebiete der Hautschutzpräparate ist die Vorbeugung vor dem chronisch - subtoxischen Kontaktekzem, welches die Mehrzahl aller Berufsekzeme ausmacht.

Entsprechend den physikalisch - chemischen Eigenschaften von Schadstoffen hinsichtlich ihres Aufbaues kann man diese Produkte in verschiedene Gruppen einteil

  • fetthaltige und wasserabweisende Präparate (z. B. Wasser-in-Öl/Emulsion) Lipophile (fettende) Hautschutzmittel schützen vor hydrophilen (wassermischbaren) Stoffen. Dazu gehören Säuren, Laugen, Wasser, Zement, Kalk, Farben und Lacke auf Wasserbasis, etc.
  • fettfreie bzw. fettarme Präparate (z. B. Öl-in-Wasser/Emulsion)
    Hydrophile Hautschutzmittel schützen vor lipophilen Stoffen. Dazu gehören Öle, Fette, Harze, Lacke, Lösungsmittel, etc.
  • Lichtschutzpräparate
    Schützen die Haut vor UV-Strahlen (UV-A, -B und -C Strahlung).Diese Präparate sind z. B. bei Elektroschweißen, bei Arbeiten in der Sonne, etc. anzuwenden.
  • Gerbstoffhaltige Präparate
    Schützen die Haut vor Hautquellung (Mazeration), bei Feuchtarbeit
    (intensiver Kontakt mit Wasser) und beim Tragen von
    Handschuhen.
  • Hautschutzmittel mit Breitbandwirkung
    Diese Präparate schützen die Haut bei Mischexposition.

Die Schutzwirkung von Hautschutzpräparaten erfolgt immer durch spezielle Inhaltsstoffe.

Hautreinigung

Die Haut muss gründlich von sichtbarem und unsichtbarem Schmutz mit einem dem Verschmutzungsgrad entsprechenden Reinigungsmittel gesäubert werden. Die leichte und vollständige Entfernung anhaftender Stoffe muss bei größtmöglicher Hautschonung erfolgen. Es sollten keinesfalls stark alkalische Reinigungsmittel verwendet werden. Bevorzugt werden sollten milde Syndets mit leicht saurem pH-Wert.

Falls zur Unterstützung der Hautreinigung bei extremer Verschmutzung Lösemittel, meist auf Ester- oder Kohlenwasserstoffbasis,eingesetzt werden müssen, ist ihr Anteil so gering wie möglich zu halten. Die Lösemittel dürfen weder allergene noch kanzerogene Stoffe enthalten.Die toxikologischen Sicherheitsforderungen solcher Lösemittel sind hoch.

Besteht am Arbeitsplatz die Gefahr einer mikrobiellen Gefährdung, müssen geeignete antimikrobielle Reinigungsprodukte eingesetzt werden.

Hautpflege

Das Ziel der Hautpflege ist der Erhalt und die Wiederherstellung der Barrierefunktion der Hornschicht.

Die Forderungen an ein Hautpflegemittel sind:

  • Erhalt der Hautelastizität
  • Rückführung von Fett und Feuchtigkeit
  • Vermeidung der Austrocknung
  • Vermeidung der Hautalterung
  • Wundheilungsförderung
  • Entzündungshemmung

 

 

Richtiges Eincremen vor der Arbeit

Richtiges Eincremen vor der Arbeit

Die Schutzcreme auch zwischen den Fingern und im Nagelbett einmassieren