Messtechnik-ABC
| A | Alarmkonzentrationist die Konzentration eines zu überwachenden Gases oder Dampfes, bei der Alarm ausgelöst werden soll. |
Alarmschwelleist der Grenzwert des Messsignals, bei dessen Überschreiten ein Alarmsignal ausgelöst wird. |
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Aufwärmzeitist die Zeit vom Einschalten eines Messgerätes bis zum Erreichen der Messbereitschaft. |
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| B | Beschreibung des Messverfahrensfür jedes Verfahren muss eine Beschreibung vorliegen. Die Beschreibung muss alle zur Anwendung des Verfahrens erforderlichen Informationen enthalten, darüber hinaus Hinweise zur Messgenauigkeit, dem Messbereich, der Mitteilungszeit, zu Störkomponenten und Informationen über Umgebungs- und alle weiteren Bedingungen, die das Leistungsvermögen des Verfahrens beeinflussen können. |
| C | Chemische Arbeitsstoffesind alle chemischen Elemente und Verbindungen einzeln oder in einem Gemisch, wie sie in der Natur oder als Produkt von Arbeitsverfahren auftreten, unabhängig davon, ob sie absichtlich oder unabsichtlich erzeugt und ob sie in Verkehr gebracht wurden. |
| D | Driftist eine Abweichung des Messwertes in Abhängigkeit von Zeit, Druck, Temperatur, Feuchte etc. |
| E | EindeutigkeitEine Messwertanzeige ist nur einer bestimmten Konzentration zuordenbar. |
Einstellzeit t20 bzw. t90ist die Zeitspanne zwischen einer sprunghaften Konzentrationsänderung am Eingang der Gaswarneinrichtung und dem Zeitpunkt, in dem die Änderung des Messsignals 20 % bzw. 90 % der Gesamtänderung ausmacht. |
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Explosionsbereichist der Konzentrationsbereich zwischen den Explosionsgrenzen. |
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Exposition(durch Inhalation) - Das Vorhandensein eines Stoffes in der Luft im Atembereich eines Arbeitnehmers. |
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| F | Fehlermeldungist ein Signal, das Störungen der Gaswarneinrichtung oder ihrer Teile anzeigt. |
FördercharakteristikZeitlicher Verlauf des Volumenstroms beim Fördern des Gasvolumens durch die Messeinrichtung mit Prüfröhrchen. |
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Funktionstest(Sichtkontrolle und Anzeigetest) der wichtigsten Geräteparameter (inkl. Beaufschlagen der Sensoren mit Prüfgas). Je nach Hersteller und Gerät kann dieser auch eine automatische Justierung des Messgerätes nach sich ziehen. Für tragbare Geräte hat dies vor jeder Arbeitsschicht zu erfolgen,bzw. ist arbeitstägig durchzuführen. |
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| G | GasentnahmevorrichtungGasfördereinrichtung, mit der komprimierte Gasgemische mit geeignetem Volumenstrom geleitet werden. Sie besteht üblicherweise aus Druckminderer sowie Regel- und Messeinrichtung für den Volumenstrom. |
GasfördereinrichtungVorrichtung zum Fördern oder Durchleiten des zu untersuchenden Gasgemisches. |
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Gaswarneinrichtungen, nicht ortsfestfür zeitlich begrenzten Einsatz vorgesehene, intermittierend bzw. kontinuierlich messende, warnende, gegebenenfalls schaltende, anzeigende, registrierende und speichernde Geräte zur Bestimmung der Konzentration von Gasen und/oder Dämpfen unter atmosphärischen Bedingungen. |
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Gaswarneinrichtungen, ortsfestsind selbsttätig und kontinuierlich messende, warnende und schaltende sowie ggf. anzeigende und registrierende Geräte zur Bestimmung der Konzentration von Gasen und/oder Dämpfen unter atmosphärischen Bedingungen; die Geräte werden ortsfest installiert betrieben. |
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Gaswarneinrichtungen, tragbarsind Geräte, die leicht getragen werden können (Richtwert 1,5 kg). |
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Gaswegumfasst alle Bauteile, die zum Transport des Messgases dienen. |
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GrenzwertEin festgelegter Wert bei dessen Erreichung oder Überschreitung Maßnahmen eingeleitet werden. z.B. MAK-Wert, TRK-Wert etc. |
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Grenzwert-Vergleichsmessungensind repräsentative Messungen der Exposition der ArbeitnehmerInnen durch geeignete fachkundige Personen. |
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| H | HubvolumenGasvolumen, das durch den Pumpenhub gefördert wird. |
| I | Intermittierender Betriebist eine Folge von Messzeiten und Zeiten, in denen nicht gemessen wird. |
| J | JustierenMinimierung der Anzeigenabweichung einer Gaswarneinrichtung von einer bekannten Prüfgaskonzentration. |
| K | KalibrierenVergleich der Anzeige einer Gaswarneinrichtung mit einer bekannten Prüfgaskonzentration |
Kontinuierliche MessungenImmer notwendig bei Arbeitsvorgängen, bei denen plötzliche Grenzwertüberschreitungen nicht sicher ausgeschlossen werden können. |
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Kontrollmessungensind wiederkehrende Messungen (eventuell mit vereinfachten Messverfahren) mit denen repräsentativ die einmal festgestellten Expositionsverhältnisse überprüft werden. |
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KurzzeitwertMittelwert der Konzentration über einen festgelegten kurzen (häufig 15 min) Zeitraum. |
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| M | MessbereichDer Bereich von Konzentrationswerten, in dem die Gesamt-Messunsicherheit eines Messverfahrens innerhalb vorgegebener Grenzen erwartet wird. |
Messeinrichtung mit PrüfröhrchenMesseinrichtung, bestehend aus Prüfröhrchen, Gasfördereinrichtung und notwendigen Zusatzeinrichtungen zur unmittelbaren Bestimmung der Konzentration von Gasen, Dämpfen und eventuell Aerosolen in Luft, technischen Gasen oder Gasgemischen. |
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Messgrößeist die Konzentration von Gasen und/oder Dämpfen im Gemisch mit Luft. Messgrößenaufnehmer - ist der Teil, der an seinem Eingang die Messgröße aufnimmt und, der Messgrundlage entsprechend, an seinem Ausgang ein zugeordnetes Messsignal abgibt. |
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Messunsicherheit (eines Messverfahrens oder eines Messgerätes)Größe, mit welcher insgesamt die Unsicherheit des Ergebnisses, das von einem Messgerät oder einem Messverfahren geliefert wird, beschrieben wird. |
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MessverfahrenAbfolge aller Schritte, die zu Ermittlung des Messwertes notwendig sind. |
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MittelungsdauerZeitintervall, für das ein Messverfahren einen einzelnen Messwert liefert, d.h. bei direkt anzeigenden Messgeräten interne elektrische Zeitkonstante. |
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MittelwertDurchschnittswert der Konzentration über einen bestimmten Zeitraum (Tagesmittelwert, Jahresmittelwert) |
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Momentanwert– Mittelwert über die nach dem Stand der Technik kürzestmögliche Mess- oder Anzeigenzeit des Messverfahrens. |
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| N | NullgasPrüfgas, welches weder die zu messenden Gase noch störende Verunreinigungen enthält und zur Überprüfung des Nullpunktes eines Gasmessgrätes verwendet wird. |
| P | PräzisionAusmaß der Übereinstimmung zwischen Messergebnissen, die unter vorgeschriebenen Bedingungen aus mehrmaliger Anwendung des Messverfahrens erhalten werden (siehe ISO 6879:1983). |
Probenahme-SondeVorrichtung zur Entnahme einer Gasprobe an entfernten oder unzugänglichen Stellen, wobei das zu untersuchende Gasgemisch gegebenenfalls gekühlt oder anderweitig aufbereitet wird. |
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Prüfröhrchen(Direktanzeige) Messverfahren bei dem üblicherweise durch eine Farbänderung das Messergebnis sofort abgelesen werden kann. |
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PrüfröhrchenpumpePumpe, mit der ein bestimmtes Volumen eines Gasgemisches, üblicherweise durch Erzeugen eines Unterdruckes, mit einem typischen Volumenstrom durch das Prüfröhrchen gesaugt wird. |
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Pumpenhubeinzelner reproduzierbarer Arbeitsvorgang, der diskontinuierlich fördernden Prüfröhrchenpumpe. |
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| S | SelektivitätGrad der Unabhängigkeit von Störkomponenten (siehe auch Eindeutigkeit). |
| W | Wahrer Wert(= Idealwert) lässt sich nur feststellen, wenn sämtliche Ursachen für Messfehler vermieden werden könnten und die Anzahl der Einzelwerte unendlich wäre (kann in der Praxis nicht ermittelt werden). |
