Verband Arbeitssicherheit






Gefährdungen durch Störlichtbögen

15. Dez 2011

Die Kommission Arbeitsschutz und Normung (KAN) mit Sitz in St. Augustin in Deutschland veröffentlicht in ihrem neuesten, regelmäßig erscheinenden KAN-Brief einen Bericht, der sich mit den Ergebnissen einer Arbeitsgruppe zum Thema Störlichtbogen befasst.

Störlichtbögen können durch Fehler beim Arbeiten an oder in der Nähe von unter Spannung stehenden Teilen, nach Blitzlichteinschlägen oder durch Fremdkörper in elektrischen Anlagen entstehen. Die nach einem solchen Fehler frei werdenden enormen Energiemengen können Anlagen zerstören und in der Nähe befindliche Personen schwerst verletzen oder sogar töten.

Neben vor allem organisatorischen und anlagetechnischen Maßnahmen kommt auch der persönlichen Schutzausrüstung ein großer Stellenwert zu. Eine Veröffentlichung der BGI/GUV-I 5188 betreffend eine „Unterstützung bei der Auswahl der Persönlichen Schutzausrüstung bei Arbeiten in elektrischen Anlagen“ ist für Mitte 2012 geplant. Diese wird basierend auf neuesten Erkenntnissen Empfehlungen für die Auswahl von PSA gegen thermische Gefährdungen enthalten. Außerdem wird in dem Bericht noch darauf hingewiesen, dass nur hocheffektive Kapselgehörschützer bei den im Falle eines Lichtbogenunfalls entstehenden Spitzenschalldruckpegeln zu mindest teilweise Schutz bieten können.

Den gesamten Bericht finden Sie auf der Homepage der KAN unter www.kan.de. (Unter Publikationen - KANBrief - 4/2011)